Hauptmenü: Information für Patienten

Die Schilddrüse

Komplikationen:


Besonderes Augenmerk wird bei jeder Operation an der Schilddrüse auf den Stimmbandnerv (Nervus laryngeus recurrens) gelegt. Er liegt der Schilddrüse unmittelbar an. Eine Irritation führt zu Heiserkeit oder Schluckstörungen. Bei entsprechender Sachkenntnis und schonender Operation sind bleibende Schäden an den Stimmbändern (Stimmstörung, Recurrensparese) sehr selten. Vorübergehend kann aber auch bei völlig sachgemäßer Operation dieser sehr empfindliche Nerv gestört sein und eine zeitlang Heiserkeit verursachen. Die Stimme wird aber auch häufig durch die Narkose beeinträchtigt. Bei großen Knoten der Schilddrüse ist zudem auch manchmal das feine Muskelspiel der Halsmuskeln gestört und die Stimme leiser oder heiser.
 
Bei Auftreten einer Stimmstörung wird eine hals-nasen-ohrenärztliche Therapie, meist mit Stimmübungen (Logopädie) durchgeführt, manchmal sind operative Maßnahmen erforderlich. Die allermeisten Störungen verschwinden, es ist aber manchmal dafür ein längerer Zeitraum erforderlich.
Unmittelbar an der Schilddrüse sind die Nebenschilddrüsen (Glandula parathyreoidea) gelegen. Sie sind für die Regulation des Kalziumspiegels verantwortlich. Es kann bei ausgedehnten Operationen zu einer Schädigung dieser Drüsen kommen. Dies führt zu einem Absinken des Blut-Kalzium-Spiegels. Der Patient spürt dies als Kribbeln in den Fingern oder Krämpfen in den Beinen. Die Therapie besteht in sofortiger Gabe von Kalzium, als Brause-Tablette oder als Infusion. Meist verschwindet dieser Kalzium-Mangel binnen weniger Tage, nur in Ausnahmefällen ist eine längere oder dauernde Gabe von Kalzium und Vitamin D nötig.
 

11/16 Zurück
Weiter